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oneviewers
Apr 13, 2006 8:22:12 PM
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Bernd Kaute - Ausstellung in Siegburg

  • Beschreibung
Der 1944 in Breslau geborene Bernd Kaute studierte in den sechziger Jahren Malerei und Graphik an den Kölner Werkschulen und der Düsseldorfer Akademie und war anschließend in Köln als Maler und Dozent für Radierung und Lithographie tätig. Häufige Italienaufenthalte veranlaßten ihn schließlich, 1983 in die Toscana überzusiedeln, wo er bis heute lebt und arbeitet. Nachdem er sich in den siebziger Jahren in Radierungen mediterranen Sujets, ökologischen Themen und literarischen Texten widmete, wendet er sich Ende der achtziger Jahre dem Thema der Landschaften zu. Wenn Bernd Kaute über diese Arbeiten sagt, sie sollen "eine Landschaft darstellen, die es nicht gibt, die aber existiert", so meint er artifizielle Landschaften, in denen Gegenstände fast nach Duchamp’scher Art zu Stellvertretern von Menschen und archaischen Symbolen werden. Das Repertoire seiner Bilder verweist auf Kautes unmittelbare Realität, auf das ländliche und mediterrane Ambiente seines neuen Domizils, auf Terracotta-Krüge der Olivenbauern, gerollte Heuballen auf Sommerfeldern, mit Amphoren beladene Schiffe als Sinnträger des kulturellen Austausches. In vielen Arbeiten Kautes treten archaische, auch in Italien vielfach rezipierte Elemente auf, so die Spirale als Ur-Symbol für Unendlichkeit, wie sie auf etruskischen Exponaten italienischer Museen, Kleinodien des Römisch-Germanischen Museums Köln oder auf Keramiken im Stadtmuseum Siegburg zu finden ist. Zu den markantesten Eigenheiten der Malerei Kautes zählt das repetitive Moment in der Konstellation der Gegenstände. Die Wiederholung generiert zunächst Abstraktion, nimmt den individuellen Gegenständen das narrative Gewicht und macht sie zu einem graphischen oder ornamentalen Bestandteil der Gesamtkomposition. Ihre fast manieristische Anordnung hebt das räumliche Zentrum auf und verlagert die Bildgegenstände ins Surreale. In den letzten Jahren sind Kautes Bilder in ihrer symbolischen Verweiskraft diskreter geworden. Einige der jüngeren Gemälde hat Kaute auch dreidimensional bearbeitet; in der Folge entstanden Bronzeplastiken, die bestimmte Elemente der Gemälde körperhaft machen und dies stets in enger Verbindung zu ihnen. Auch an den Plastiken läßt sich ablesen, daß es Kaute ein großes Anliegen ist, konkret auf seine rurale Umgebung einzugehen und ortsbezogene Gegenstände in seine Arbeiten zu integrieren. (Auszug aus dem Text von Uta Maria Reindl)
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